Archiv der Kategorie 'Demo'

3. Oktober, Hamm: Kein Raum für Rechts!

Der 3. Oktober steht vor der Tür. Und damit meinen wir nicht die Einheitsparty stolzer Deutscher. Jahrelang marschierten Neonazis am 3. Oktober im benachbarten Hamm auf. Seit unserer Gründung haben wir uns jedes mal an den Gegenprotesten beteiligt. Dieses Jahr wird der rechte Aufmarsch wie 2016 ausfallen. Die Neonazis haben ihre Anmeldung zurückgezogen. Dennoch wird am Dienstag in Hamm gegen sie demonstriert, Gründe dafür gibt es genug. Wir unterstützen wie auch das Werner Bündnis gegen Rechts das Anliegen und schließen uns daher der Empfehlung des WBgR an: wenn ihr aus Werne nach Hamm zur Demonstration fahren wollt, empfehlen wir euch, die Eurobahn um 11:05 Uhr in Werne nach Dortmund zu nehmen. Dort gibt es einen Anreisetreffpunkt ab 12 Uhr am Nordausgang des Hauptbahnhofs. Darüber hinaus wird es auch weitere Anreisen etwa aus Münster oder Hagen geben. Im folgenden dokumentieren wir den Aufruf des haekelclub590 zu der Demonstration: (mehr…)

Am Sonntag auf die Straße gegen die AfD!

Sonntag wird hierzulande mal wieder der Bundestag gewählt. Wahrscheinlich wird dann mit der AfD der parlamentarische Arm des aktuellen Rechtsrucks mindestens vier Jahre lang in eben jenem Parlament hocken. Damit gehen finanzielle Mittel, Infrastruktur und Ähnliches ebenso einher wie ein weiterer Schritt zur Normalisierung der Partei und ihrer Positionen. Auch wenn es Unfug ist, zu behaupten, es würden erstmals seit 1945 wieder Nazis im Bundestag sitzen (ein Beispiel), ist der Einzug der AfD dennoch eine ziemlich fiese Angelegenheit. Aus diesem Grund wird in mehreren Städten am Sonntag gegen die Partei, die Inhalte, für die sie steht, und den Rechtsruck, den sie (mit) vertritt demonstriert werden.
In NRW gibt es eine Demonstration in Köln. Start ist um 19 Uhr am Vorplatz des Hauptbahnhofs. Dankenswerterweise wird es eine gemeinsame Anreise aus Dortmund geben. Treffpunkt hierfür ist um 16:50 Uhr am Nordausgang des Hauptbahnfos. Wenn ihr aus Werne (oder Umgebung) mit uns nach Köln fahren wollt, empfehlen wir euch, den Zug in Werne um 16:05 Uhr zu nehmen. Es liegt mal wieder an uns, zu zeigen, dass Rassismus, Nationalismus, Antisemitismus und Co. nicht unwidersprochen bleiben – auch nicht wenn sie sich als Teil des Parlamentszirkus‘ inszenieren. Falls ihr nicht mit nach Köln fahren könnt, überlegt euch, was ihr vor Ort auf die Beine stellen könnt. Wer schweigt, stimmt zu!

Gemeinsamer Aufruf zum 1. Mai in Dortmund

Der 1. Mai steht vor der Tür. In NRW bedeutet das, dass neben zahlreichen Organisationen, die an diesem Tag Demonstrationen und Kundgebungen durchführen, auch Neonazis aufmarschieren werden. Sie instrumentalisieren dabei die Tradition des Tages als Kampftag der Arbeiter*innen, trennen sie von ihren Inhalten und basteln sich daraus ihr Konzept eines „Tags der nationalen Arbeit“. Die Aufmärsche der Rechten unterscheiden sich dabei am 1. Mai wenig von ihren sonstigen Demonstrationen: ein aggressiver Rassismus, die Relativierung und Verherrlichung des Nationalsozialismus an der Grenze zur Strafbarkeit oder darüber hinaus und eine soziale Demagogie gemischt mit nationalistischen Wahnvorstellungen, die „den deutschen Arbeiter“ den „bösen und faulen Migranten“ gegenüberstellen. Auch in diesem Jahr wollen Neonazis in Essen und in Dortmund versuchen, Arbeitskämpfe in „Rassenkämpfe“ umzudeuten. Glücklicherweise stehen sie damit immer wieder vor massiven Gegenprotesten. An diesem 1. Mai ruft das Werner Bündnis gegen Rechts zur Beteiligung an den Aktionen des Dortmunder BlockaDO-Bündnisses auf. Dieses wird eine Gegendemonstration durchführen, die Protest in Hör- und Sichtweite der Neonazis ermöglichen soll. Die Demonstration beginnt um 14 Uhr am S-Bahnhof Germania. Es gibt eine gemeinsame Anreise ab dem S-Bahnhof Stadthaus. Treffpunkt ist dort um 13:30 Uhr. Aus Werne bietet es sich entsprechend an, bereits den Zug um 12:05 Uhr Richtung Dortmund zu nehmen. Das Werner Bündnis gegen Rechts ruft seine Unterstützer und alle weiteren Menschen dazu auf, am 1. Mai gegen die Dortmunder Neonazis auf die Straße zu gehen.

- Werner Bündnis gegen Rechts

Terminübersicht: 28.04. bis 01.05.

Mit den erfolgreichen Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag in Köln hat die Welt natürlich nicht aufgehört, sich zu drehen. Und was wäre nun besser als eine Terminankündigung eurer Lieblings-Hinterland-Antifa? Richtig, ein bunter Strauß an Terminankündigungen für das komplette kommende lange Wochenende. Also haltet euch die Termine frei, schnappt euch eure Freund*innen und tut was für eine lebenswertere Welt. (mehr…)

29.04.: Gegen das Neonazi-Konzert in Hamm!

Auch am Wochenende vor dem 1. Mai ist viel zu tun. Zeitnah werden wir eine kleine Terminübersicht für euch veröffentlichen. Vorab möchten wir euch aber schon mal auf eine Kundgebung in Hamm am morgigen Samstag aufmerksam machen. Dort wollen die lokalen Neonazis ein Konzert in ihrem „Zentrum“ am Kentroper Weg durchführen. Interessant ist dabei vor allem der Auftritt des rechten Liedermachers FreilichFrei. Eine CD des Musikers war 2015 für die Razzien verantwortlich, von denen auch der Rechtsrock-Neonazi aus Werne, Dennis Linsenbarth, betroffen war. Insgesamt waren laut Polizeiangaben drei Objekte in Werne durchsucht worden. Grund waren die NSU-verherrlichenden Texte in den Liedern auf der CD. Das Verfahren gegen den Liedermacher ist inzwischen eingestellt worden. Hintergründe zum Liedermacher und der Veranstaltung in Hamm findet ihr hier. Hintergründe zu den Razzien findet ihr hier.
Das Bündnis haekelclub590 aus Hamm organisiert eine Kundgebung gegen das Konzert. Diese beginnt um 14:30 Uhr. Allerdings gibt es einen Vorab-Treffpunkt um 14:00 Uhr am Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof in Hamm. Von dort werden wir gemeinsam zum Ort der Kundgebung gehen. Polizei und Stadt in Hamm versuchen sich derweil darin, das Problem mit den Neonazis in der Stadt kleinzureden und sich in selbsterklärter Ohnmacht zu baden. Die Antifa Hamm hat dazu eine lesenswerte Stellungnahme veröffentlicht. Ergo bleibt es mal wieder die Aufgabe von Antifaschist*innen, die Handlungsräume der Rechtsradikalen zu beschränken. Gemeinsam mit dem Werner Bündnis gegen Rechts rufen wir dazu auf, am Samstag zu den Gegeprotesten zu fahren. Den Aufruf des Bündnisses möchten wir zusätzlich im Folgenden dokumentieren.
Kommt mit uns nach Hamm! Keine Freiräume für die Fans des Nationalsozialismus’!

Aufruf des WBgR

Nachdem es in der letzten Zeit etwas ruhiger um die rechte Szene in Hamm geworden war, plant diese nun für den kommenden Samstag, den 29. April, ein Rechtsrock-Konzert in ihren Räumlichkeiten am Kentroper Weg in Hamm. Neben dem Auftritt eines rechten Liedermachers soll mit Dieter Riefling ein Neonazikader als Redner auftreten. Solche Veranstaltungen dienen nicht nur dem reinen Freizeitvergnügen, sondern bieten der rechten Szene auch eine Vernetzungsmöglichkeit und eine Festigung ihrer Strukturen. Daher wird es an dem Tag eine Gegenkundgebung des antifaschistischen Hammer Jugendbündnisses haekelclub590 geben. Das Werner Bündnis gegen Rechts (WBgR) unterstützt den Protest und ruft dazu auf, am Samstag nach Hamm zu fahren und die Engagierten aus der Nachbarstadt nicht allein zu lassen. Um 14 Uhr treffen sich die Gegendemonstranten am Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof Hamm, um von dort gemeinsam zur Kundgebung in der Nähe des Konzerts zu gehen. Aus Werne bietet sich die Anreise mit dem Bus an.
Philipp Müller, Sprecher des WBgR erklärt: „Natürlich sind rechte Veranstaltungen in unserer Nachbarschaft immer ein Problem, erst recht wenn sie wie in diesem Fall der Verbreitung von NS-Propaganda dienen und vermutlich zahlreiche gewaltbereite Neonazis über die Region hinaus anziehen. Pikant ist außerdem, dass mit ‘FreilichFrei’ ein Liedermacher auftreten wird, der eine CD mit NSU-verherrlichenden Texten veröffentlichte, die 2015 zu Razzien führte, von denen auch der Werner Neonazi Dennis L. betroffen war. ‘FreilichFrei’ covert vor allem Lieder anderer RechtsRock-Bands, darunter Lieder der Band ‘Sleipnir’, bei der Dennis L. spielt. Auch aus lokaler Perspektive sind das Konzert und die Beteiligten also nicht uninteressant“.