Archiv für März 2017

Bericht zur Podiumsdiskussion Lüner Gesamtschulen

Nachdem wir die letzten Tage über immer mal wieder Kritik an der Podiumsdiskussion heute zur Landtagswahl an der Käthe-Kollwitz-Schule (KKG) in Lünen geübt hatten, wollten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, uns persönlich anzusehen, wie das Ganze so verläuft. Zum Grund unserer Kritik: zusammen mit der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) kündigte die KKG für den 31.03. eine Podiumsdiskussion zur NRW-Landtagswahl an, zu der die Kandidat*innen diverser Parteien eingeladen werden sollten. Auch die Alternative für Deutschland (AfD) – vertreten durch Michael Schild – sollte Teil dieser Podiumsdiskussion sein. Von verschiedenen Richtungen und mit unterschiedlichen Argumenten und Intentionen wurde daraufhin Kritik an die Schulen herangetragen. Einen offenen Brief des Werner Bündnis gegen Rechts haben wir auf unserem Blog dokumentiert. Letztlich half alles nichts: auch wenn KKG und GSG verlauten ließen, dass die Kritik an der AfD berechtigt sei, fehlte offenbar die Bereitschaft, dieser Erkenntnis auch Konsequenzen folgen zu lassen und die AfD auszuladen. Ergo machten sich einige Genoss*innen unserer Gruppe heute morgen auf den Weg nach Lünen, um sich das Spektakel selbst anzusehen. Hier also unser Bericht. (mehr…)

PM: WBgR und Lokalpolitiker gegen AfD-Auftritt in Lünen

Ohne viel Gelaber: das Werner Bündnis gegen Rechts (WBgR) hat eine Pressemitteilung zu ihrer Kritik an der Einladung eine AfD-Funktionärs zu einer Podiumsdiskussion an einer Lüner Gesamtschule veröffentlicht. Diese möchten wir hier dokumentieren. Wir unterstützen die Forderung nach einem Rückzug der Einladung. Im Folgenden die Pressemitteilung und die Mail, die bereits am Montag den Schulen zugesendet wurde. Diese haben sich bislang nicht dazu verhalten.

Pressemitteilung des WBgR: Antifaschisten und Lokalpolitiker gegen Auftritt von AfD-Kandidat an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule

Am 31. März wollen sich die Schüler der Käthe-Kollwitz- (KKG) und der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) aus Lünen bei einer Podiumsdiskussion über die Positionen der Parteien zur Landtagswahl informieren. Für Ärger sorgt im Vorfeld die Einladung an den Kandidaten der AfD. Antifaschistische Gruppen und Lokalpolitiker stellen sich nun gegen rechte Hetze auf schulischen Veranstaltungen. In einem Brief hatten sich Politiker der Linkpartei, das Werner Bündnis gegen Rechts und die Lüner Antifa Anfang der Woche an die beiden Schulen und die Schülervertretung der GSG gewandt. „Wir sind der Meinung, dass es nicht Aufgabe von Schulen sein kann, der Menschenverachtung der AfD eine Bühne zur Verfügung zu stellen“, so Daniel Reimann, Pressesprecher des Werner Bündnis gegen Rechts.
„Die AfD setzt seit geraumer Zeit auf rassistische und nationalistische Provokationen als Mittel für ihren Stimmenfang“, erläutert Reimann, „Höcke, Petry, von Storch, Gauland – nahezu jeder wichtige Funktionär vertritt menschenverachtende Positionen, sei es die Forderung nach Schüssen auf Geflüchtete an der Grenze oder die empörende Bezeichnung des Holocaust-Mahnmals als ‚Schande‘ für Deutschland“. Auch den örtlichen Landtagskandidat der AfD, Michael Schild, kritisieren die Unterzeichner des Briefs: „Er trägt die rechte Ausrichtung mit und nutzt die Facebook-Präsenz und seine öffentlichen Auftritte, um die Anhänger_innen der Partei aufzupeitschen“, heißt es im Brief, der am Montag an die Schulen geschickt wurde. In diesem werden auch Gewalt- und Mordandrohungen zitiert, die AfD-Anhänger auf dem Facebookprofil des AfD-Kreisverbands Unna hinterlassen.
„Wer die AfD einlädt, hebt ihre Positionen in den Stand einer vertretbaren Meinung. Wir hingegen sind überzeugt, dass Gewalt gegen Geflüchtete und Verächtlichmachung des Andenkens an im Holocaust ermordete Jüdinnen und Juden keine diskutablen Positionen sind und Vertreter der AfD keine Diskussionspartner“.

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AfD-Wahlkampftour: Versagen in 3 Akten

Was machen ein Juso, eine Autonome und eine Seniorin an einem Samstagnachmittag bei mäßigem Wetter in der Innenstadt von Werne? Richtig, gemeinsam gegen die AfD protestieren. Diese – oder besser ihr Kreisverband Unna – hatte für den 18. März zu einem „Politischen Großkampftag“ geblasen, der mit einem AfD-Stand in Werne enden sollte. Doch wie so häufig, wenn sich der AfD-Kreisverband Unna mal wieder maßlos überschätzt, endete das Ganze anders, als sich das die Rechtspopulist*innen ausgedacht hatten. In diesem Fall in einem Versagen in drei Akten. (mehr…)

Den AfD-Bundesparteitag in Köln verhindern! Turn left. Smash nationalism.

22. April 2017, Köln
Den AfD-Bundesparteitag verhindern

Ab dem frühen Morgen: Blockaden
Im Anschluss: Großdemo >>join the anti-racist and anti-capitalist bloc

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