Archiv für Januar 2015

PM: Solidarität mit den Betroffenen rechter Drohungen

Wie bereits berichtet gab es in den letzten Tagen einigen Tumult um eine Gruppe, die unter unserem Namen einen Anhänger in der Nähe des Solebads aufstellten [siehe: hier]. Die Menschen, die inzwischen unter dem Namen Aktion Buntes Werne agieren, werden aktuell von der rechten Seite für ihr Engagement angefeindet [siehe auch: hier]. Auch wenn wir die Position der Gruppe nicht vollständig teilen mögen, begrüßen wir dennoch, dass sich noch mehr Menschen gegen rechte Ideologie in Werne einsetzen wollen und erklären uns mit ihnen solidarisch. Rechte Einschüchterungsversuche sind nicht hinzunehmen. Die momentanen Ereignisse unterstreichen erneut, wie wichtig Selbstschutz für die Menschen ist, die sich öffentlich gegen Rechts positionieren. Antifa-Mitglied Lena Milani dazu: „Die Drohungen aus dem rechten Sumpf sind nicht einfach auf die leichte Schulter zu nehmen. Jedoch offenbaren sie auch eines der großen Probleme der Rechten in Werne: es fehlt ihnen an jeglicher Mobilisierungskraft und Diskursfähigkeit. Kompensiert wird das Ganze dann durch Drohgebärden“.

Zweimal Antifa in Werne?

In einer nächtlichen Aktion stellten Menschen auf dem Kreisverkehr des Solebads Werne einen Anhänger auf mit der Aufschrift „Werne für ein ‘Miteinander’ und ein ‘buntes Deutschland’“. Die Menschen agierten unter dem Namen Antifaschistische Aktion Werne. Wir distanzieren uns hiermit von dieser Aktion. Auch wenn wir die Stoßrichtung durchaus begrüßen, sind wir nicht damit einverstanden, dass unser Name dafür verwendet wurde und finden die Kritik der Gruppe verkürzt. Während Rassimus abgelehnt werden soll, bezieht sich die Gruppe zeitgleich positiv auf die Nation und auf die Konstruktion des angeblich „Fremden“ – zwei der wesentlichen Grundlagen des aktuellen Rassismus’ von Pegida und Co. Warum die Gruppe unseren Namen dafür benutzt hat, ist uns unklar. Auch mit diesbezüglichen Kommentaren auf Facebook (z.B. des Users Hannes Emigranski) haben wir nichts zu tun – was auch an sprachlichen Unterschieden erkennbar sein sollte (rein männliche Sprache, Rechtschreibung, Vokabeln wie ‘Fremdenhass’).

Update:
In der Berichterstattung findet sich der Hinweis darauf, dass andere Menschen für die Aktion verantwortlich sind. Diese selbst räumen Fehler ein – allerdings nur, weil sie die Wirkung nicht bedacht hatten und nicht, weil es bereits eine Gruppe mit gleichem Namen gibt [1].