Archiv für Oktober 2014

Hakenkreuz in Werne übermalt

Nachdem eine Person die Polizei über ein gesprühtes Hakenkreuz auf der Selmer Straße informierte, übermalte diese das Hakenkreuz am Dienstagabend. Das Hakenkreuz war bereits seit Sonntag zu sehen, dennoch kann festgehalten werden, dass die Polizei wesentlich schneller reagierte als in den letzten Jahren, als Hakenkreuze über Wochen hinweg im Stadtbild zu sehen waren und letztlich von Antifaschist*innen entfernt wurden.

Die Ruhr Nachrichten Werne schreiben in einem Artikel dazu:

Im vergangenen Jahr hat es in Werne vier Fälle gegeben, die der rechten Szene zuzuschreiben sind. Die Zahlen für 2014 werden erst im kommenden Jahr bekanntgegeben.

Der Darstellung der Polizei von deutlich weniger Schmierereien der Rechten widersprechen wir eindeutig! Allein in diesem Jahr entfernten Antifaschist*innen bereits vier uns bekannte Hakenkreuze und andere rechte Delikte im öffentlichen Raum, da Polizei und Nachbarschaft dazu scheinbar nicht in der Lage waren.

Finger weg von Barkindho!

Das Verwaltungsgericht Münster hat die Klage des Saerbecker Asylbewerbers Barkindho D. auf Bleiberecht als unbegründet abgelehnt. Damit droht ihm die Abschiebung nach Guinea – trotz Morddrohungen gegen Barkindho, religiöser Verfolgung, Krieg und der aktuellen Ebola-Epidemie in Guinea! Allein aufgrund der Ebola-Epidemie setzten einige Bundesländer Abschiebungen nach Guinea bereits aus.
Gegen die Entscheidung des Gerichts und darüber hinaus für ein Bleiberecht für Barkindho und alle Geflüchteten organisiert die Initiative „Barkindho bleibt“ eine Demo in Münster. Außerdem werden weitere Aktionen für den Fall einer Abschiebung vorbereitet (→ Aktionsplan). Interessierte können sich zudem in einen SMS-Verteiler eintragen.
Die Demonstration unter dem Motto „Bleiberecht für alle – Finger weg von Barkindho“ startet am Samstag, dem 1. November, um 14 Uhr vor der Ausländerbehörde Münster am Ludgerikreisel.
Kein Mensch ist illegal! Refugees welcome!

Besetzung der Weihbachschule

In der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober wurde die leerstehende Weihbachschule in Werne von Aktivist*innen des „Revolutionären Kommandos Rosa Toaster“ besetzt. Durch diese Aktion wurde auf die Leerstandsproblematik und die prekäre Lage von Geflüchteten aufmerksam gemacht, sowie sich solidarisch mit der Avanti-Initiative in Dortmund erklärt. [Artikel 1]

Die Besetzer*innen verzierten das Gebäude sowohl mit Transparenten als auch mit Schriftzügen. Die ganze Nacht wurde die gelungene Aktion mit einigen Unterstützer*innen gefeiert. Es gab Musik und wohl auch eine Vokü-Gruppe. Als dann am Freitagmorgen die Polizei an die Tür klopfte, waren die Aktivist*innen bereits weg, zurück blieben einige Nachrichten an die Beamt*innen. [Artikel 2]

Auch die Ruhr Nachrichten erstattete Bericht zu den aktuellen Geschehnissen (Link zum Artikel). Allerdings wurden die Besetzer*innen der Schule irrtümlich der Antifa Werne zugeschrieben. Wir möchten an dieser Stelle nochmals klarstellen, dass wir mit der Besetzung nichts zutun haben, uns aber uneingeschränkt solidarisch mit der Gruppe und ihren Forderungen erklären!

Wir hoffen, dass sich das AZ Große Pause nicht unterkriegen lässt! Squat On!

Kampagne: Keine Zukunft der deutschen Vergangenheit!

Fast 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Niederlage des Nationalsozialismus’ startet die Antifa Werne eine Kampagne unter dem Motto „Keine Zukunft der deutschen Vergangenheit“, die einen kritischen Blick auf die Aufarbeitung der deutschen Geschichte, auf Kontinuitäten in Sachen Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus und auf hartnäckige (Opfer-)Mythen wirft. Was soll das Ganze? Ist das Thema nicht endlich mal durch? Nicht mal ansatzweise! (mehr…)

Werner Bündnis gegen Rechts demonstrierte in Hamm

Im Folgenden dokumentieren wir die Pressemitteilung des Werner Bündnisses gegen Rechts, die den Neonaziaufmarsch vom 3. Oktober in Hamm und die Gegenaktionen auswertet. Dies scheint notwendig zu sein, da die Lokalredaktion der Ruhr Nachrichten nur Fragmente der PM nutzte und den Rest des Artikels mit dem Polizeibericht ausstopfte – der kritische Blick auf den Polizeieinsatz am vergangenen Freitag geht dabei vollständig verloren. Wir protestieren gegen diese Praxis, die kritischen Journalismus durch das Abschreiben von Polizeiberichten ersetzt hat. (mehr…)