Birgit Kelle? Da war doch was…

Nach einer ganzen Weile melden wir uns mal wieder mit Neuigkeiten über unsere „Lieblings“-Antifeministin, Birgit Kelle. Nach ihrem Auftritt in Bergkamen Anfang des Jahres und der Erwähnung in unserem Text über christliche Fundamentalist*innen ist noch so einiges gelaufen. So beteiligte sich Birgit Kelle unter anderem an den homophoben Demonstrationen unter dem Label „Demo für alle“ in Stuttgart gegen den Entwurf für den neuen Bildungsplan in Baden-Württemberg. An den Demonstrationen nahmen neben der Vorreiterin der christlichen Verschwörungstheorien, Gabriele Kuby, und der CDU auch die AfD und Neonazis teil. Homosexualität wurde dort mit Pädophilie gleichgesetzt und wütende Kartoffeleltern regten sich dort darüber auf, dass ihren Kindern beigebracht werden soll, dass Menschen, die sich nicht als männlich oder weiblich sehen, keinesfalls „geheilt“ werden müssen – das geht natürlich auf keine christliche Kuhhaut!
Neben der üblichen Propaganda gegen die „Gender-Ideologie“ und ähnliches Teufelswerk emanzipatorischer Bewegungen fiel uns außerdem auch noch ein interessanter taz-Artikel in die Hände, der unter anderem Kelles Nähe zu den Legionären Christi behandelt, einer ziemlich ekligen Bruderschaft, die beispielsweise Exorzisten ausbildet.
Vor diesem Hintergrund möchten wir – etwas verspätet – unsere Beurteilung Birgit Kelles in vorhergegangenen Texten nochmal korrigieren: Kelle kann als Sprachrohr für eine wachsende Zahl von Menschen gesehen werden, die Angst zu haben scheinen, ihre Privilegien als heteronormative, weiße, (überwiegend männliche) Deutsche zu verlieren, indem andere Lebensstile auf einmal genauso okay sein sollen wie der eigene. In dieser Szene geben sich Sexismus, Homophobie, Nationalismus, christlicher Fundamentalismus und gerne auch mal Rassismus die Klinke – Birgit Kelle passt das offenbar ganz gut in den Kram. Während wir uns also vorher nicht so ganz sicher waren, ob die Frau vielleicht einfach nur ein wenig blind auf dem rechten Auge sein könnte, können wir nun festhalten, dass sie im Gegenteil bei Blättern wie der Junge Freiheit vollkommen richtig aufgehoben ist. Und letztlich bestätigt uns das nur in unserer Kritik an der CDU Bergkamen und Marco Morten Pufke, die Kelle als Rednerin eingeladen und öffentlich verteidigt hatten.


3 Antworten auf „Birgit Kelle? Da war doch was…“


  1. 1 Antek 30. September 2014 um 6:18 Uhr

    Liebe Redaktion,

    Ihr beruft Euch auf einen TAZ Artikel.
    Den bitte noch mal genau lesen.
    Denn der ist geradezu faschistisch – beruft man sich doch bei der Kampagne gegen Kelle auf ein „like“ ihres Mannes (!!!)auf facebook zu einer Priesterweihe diese bizarren Christenjungs. Das ist nun wirklich Sippenhaft pur. Und ihr greift es unbesehen auf .

  2. 2 afawerne 05. November 2014 um 23:58 Uhr

    @Antek:

    Liebe*r Mensch/en,

    du/ihr bezeichnet den taz-Artikel als “geradezu faschistisch”.
    Die Definition von “Faschismus” bitte noch einmal lesen.
    Abgesehen davon beruft sich der Artikel auf diverse andere Verbindungen zwischen Kelle und den Legionären (z.B. die Vorträge). Einfach nochmal gründlich lesen :-)

    Grüße,
    Antifa Werne

  1. 1 Die Aktivitäten der Antifeministin Birgit Kelle « Antifa UNited Pingback am 25. September 2014 um 15:16 Uhr
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